Am 19. August 2026 war es wieder so weit: Die Junior Ranger UNESCO Bettlachstock sind ins zweite Rangerjahr gestartet.
Aus den bisherigen Gruppen wurde eine neue gemeinsame Gruppe 1. Für die Kinder bedeutete das: bekannte Gesichter wiedersehen, neue Gruppendynamik spüren und gemeinsam in ein neues Jahr starten.

Der Nachmittag begann bewusst nicht direkt mit dem Sackmesser. Zuerst ging es ums Ankommen. Bei einer lebendigen Linie zeigten die Kinder, wie sehr sie sich auf das zweite Jahr freuen, wer im Sommer draussen etwas Spannendes erlebt hat und wer bereits Erfahrung mit dem Schnitzen mitbringt.
Danach folgte ein Naturmoment-Parcours. In kleinen Teams tauschten sich die Kinder über ihre schönsten Erlebnisse aus dem ersten Junior-Ranger-Jahr, über Sommerferienmomente draussen und über ihre Wünsche fürs zweite Jahr aus. So entstand ein ruhiger, persönlicher und schöner Einstieg.

Im zweiten Teil rückte das Sackmesser ins Zentrum. Nicht als Spielzeug, sondern als Werkzeug – und als Zeichen von Verantwortung. Gemeinsam schauten wir an, welche Teile ein Sackmesser hat, wofür es nützlich ist und wo die Gefahren liegen.
Die wichtigsten Regeln wurden klar besprochen: Wer schnitzt, sitzt. Immer vom Körper und von der Haltehand weg. Eine Armlänge Abstand. Nur ein Werkzeug offen. Keine lebenden Bäume ritzen. Und: Das Sackmesser ist Werkzeug – keine Waffe.

Bevor es ans Holz ging, übten die Kinder zuerst mit Seife. Aus einfachen Seifenstücken entstanden kleine Seifenfische. Das war ein guter Einstieg, weil die Kinder mit wenig Kraft arbeiten konnten und schnell ein erstes Erfolgserlebnis hatten.

Nach der Pause wurde mit Haselstöcken und Holzstücken weitergearbeitet. Einige Kinder schnitzten Muster in Haselstäbe, andere gestalteten kleine Figuren oder probierten sich an ersten Formen. Dabei ging es nicht darum, perfekte Kunstwerke zu schaffen, sondern ruhig, sorgfältig und sicher mit dem Werkzeug umzugehen.

Zum Abschluss wurden die Arbeiten gesammelt und gemeinsam angeschaut. Jedes Kind konnte kurz erzählen, was gelungen ist, was schwierig war und welche Sicherheitsregel besonders wichtig war.
Ein gelungener Start ins zweite Junior-Ranger-Jahr – mit viel Konzentration, Freude, Verantwortung und dem schönen Gefühl: Wir sind wieder unterwegs.
Und genau darum geht es bei den Junior Rangern:
Entdecken. Verstehen. Schützen.

